Stromsparen - Test

Stromsparen - Test

Beitragvon Dschinn » 20.09.2014 23:19

{{UnfertigerArtikel}}

Artikel von --[[Benutzer:wdp|Jean-Michel]] 03. Sep. 2009 (CEST)

Neben der Möglichkeit Strom durch [[Festplatten (Stromsparen)|Festplatten]]- und [[Prozessoren (Stromsparen|Prozessor]]-Einstellungen zu sparen, kann man bei einer ganzen Reihe an anderen Dingen und Geräten weiter Strom sparen und so die Akku-Kapazität erhöhen beziehungsweise die Stromkosten reduzieren.

== Netzwerkkarten ==

Bei Netzwerkkarten kann viel Strom gespart werden: Je nach Einstellungen ist möglicherweise '''wake-on-lan (WoL)''' aktiviert, wodurch Interrupts gesendet werden durch die die CPU aktiv bleiben muss. Wenn man Netzwerkkarten nicht benutzt, kann man bei einigen den Strom einfach ausstellen (insbesondere bei Notebooks) manche Netzwerkkarten bringen auch eigene Stromsparfunktionen mit sich.

=== Kabel ===

Hier die mögliche Ausgabe von <tt>ethtool</tt> für eine durchschnittliche Netzwerkkarte:

# Aktuelle Einstellungen und Mögliche
root@yulivee /home/wdp # ethtool eth0
Settings for eth0:
Supported ports: [ MII ]
Supported link modes: 10baseT/Half 10baseT/Full
100baseT/Half 100baseT/Full
1000baseT/Full
Supports auto-negotiation: Yes
Advertised link modes: 10baseT/Half 10baseT/Full
100baseT/Half 100baseT/Full
1000baseT/Full
Advertised auto-negotiation: Yes
Speed: 100Mb/s
Duplex: Full
Port: MII
PHYAD: 1
Transceiver: external
Auto-negotiation: on
Supports Wake-on: g
<font color=red>Wake-on: d</font>
Link detected: yes

Man kann sehen dass bei "Wake-on" ein "d" steht (für "disabled", also ausgeschaltet). Ausgeschaltet wurde WoL mit
ethtool -s eth0 wol d

Dies sollte man auch tun, damit die CPU öfter "schlafen gehen" kann. WoL wird in den meisten Fällen nicht benötigt.

=== Funk ===

==== WLAN ====

Ausgabe von <tt>iwconfig</tt> für einen durchschnittlichen WLAN-Adapter:

root@arrakis ~ # iwconfig wlan0
wlan0 IEEE 802.11bg ESSID:"-"
Mode:Managed Frequency:2.452 GHz Access Point: -
Bit Rate=48 Mb/s Tx-Power=20 dBm
Retry min limit:7 RTS thr:off Fragment thr:off
Encryption key:09AF-FA12-57 Security mode:open
<font color=red>Power Management:off</font>
Link Quality=66/70 Signal level=-44 dBm Noise level=-98 dBm
Rx invalid nwid:0 Rx invalid crypt:0 Rx invalid frag:0
Tx excessive retries:0 Invalid misc:0 Missed beacon:0

Hier wird angezeigt "Power Management:off", es ist also ausgeschaltet. Das Powermanagement kann wie folgt konfiguriert werden:

* <tt>on</tt> - Einschalten
* <tt>off</tt> - Ausschalten
* <tt>period</tt> - Zeit zwischen der "wake-ups"
* <tt>timeout</tt> - Bestimmt den Timeout bevor das Device wieder schlafen darf
* <tt>saving</tt> - Bestimmt das Level des Stromsparens
* <tt>unicast</tt> - Es werden nur Unicast Pakete empfangen, kein Multicast, kein Broadcast.

Für genauere Informationen die Manpage zu <tt>iwconfig</tt> nachschlagen (nach "power" suchen). Das Powermanagement kann allerdings nicht bei allen Karten oder Treibern konfiguriert werden.

Ein Befehl könnte beispielsweise wie folgt aussehen:
iwconfig wlan0 power min period 2 power max period 4 power saving 5

Weiter sparen kann man durch Beeinflussung der Sendeleistung:
iwconfig wlan0 txpower auto

'''Bei Intel ipw2200 und ipw3945-Treibern'''
iwpriv ethX set_power 5

Es kann auch sinnvoll sein, sofern es nicht benötigt wird, Adapter komplett abzuschalten:
iwconfig wlan0 txpower off

==== Bluetooth ====

Bluetooth kann man abschalten, sofern nicht benötigt, via:

'''Sony Laptops'''
spicctrl -l0

'''Auf Thinkpads (mit laufendem thinpad_acpi)'''
echo -n “disable” | tee ‘/proc/acpi/ibm/bluetooth’

Auf Notebooks befindet sich in der Regel eine Taste mit der Bluetooth auch direkt abgeschalten werden kann.

== Grafik ==

Auch Grafikkarten sind enorme Stromfresser, gerade im Zusammenhang mit 3D-Beschleunigung.

Etwa beim Betrachten von Videos via <tt>mplayer</tt> sollte man Compiz oder Ähnliches deaktivieren, sofern die Auslastung des X-Servers (<tt>top</tt> ansehen) bei 99-100% liegt. Bei hoher Last läuft die CPU auf einem Notebook mit maximaler Taktfrequenz, deaktiviert man Compiz, fällt die Last und die CPU kann durch das CPU-Powersaving heruntergetaktet werden. Compiz kann natürlich bei Bedarf jederzeit wieder aktiviert werden.

=== Ati ===

Die möglichen Taktraten kann man sich mit dem <tt>aticonfig</tt>-Befehl ausgeben lassen, sofern <tt>fglrx</tt> bzw. die ATI-Tools installiert sind:
aticonfig --lsp

Mit dem folgenden Befehl kann man das entsprechende Level setzen:
aticonfig --set-powerstate=1

Für dynamisches Clocking (Takt wird entsprechend der Last angepasst), sofern die Grafikkarte dies unterstützt, kann man in der <tt>xorg.conf</tt> folgendes in der Device-Section der Grafikkarte hinzufügen:

'''Bei ATI Treiber:'''
Option "DynamicClocks" "yes"

'''Bei Radeon Treiber:'''
Option "DynamicClocks" "on"

'''Notiz''': Ist on/yes wirklich so ein Unterschied wie in einigen Foren beschrieben? Kann das mal jemand testen?

=== nVidia ===

nVidia Grafikkarten machen dynamisches clocking automatisch, sofern sie dies unterstützen. Ein anderes Feature welches bei nVidia Grafikkarten helfen kann ist in der /etc/X11/xorg.conf on-demand V-Blank einzuschalten. Dies wird die Wakeups verringern. Dafür muss man in der Device Sektion folgendes hinzufügen:

Option “OnDemandVBlankInterrupts” “true”

=== Intel ===

Bei Intel Grafikkarten sind keine besonderen Dinge notwendig. Die Karten haben ein aktives automatisches Powermanagement und sparen Energie wenn es der Betrieb zulässt.

=== Display ===

==== xrandr ====

Manche Systeme sind so konfiguriert, dass erstmal alle Ausgänge einer Grafikkarte aktiv sind -- später wird dann erkannt ob wirklich Monitore angeschlossen sind. Leider ist diese Erkennung nicht perfekt, daher sollte man mit <tt>xrandr</tt> prüfen, ob alle nicht belegten Ports deaktiviert sind bzw. nicht belegte Ports deaktivieren (Beispiel übernommen von http://lesswatts.org).

# xrandr
Screen 0: minimum 320 x 200, current 1400 x 1050, maximum 1400 x 1400
VGA disconnected (normal left inverted right)
LVDS connected 1400x1050+0+0 (normal left inverted right) 304mm x 228mm
1400x1050 60.0*+
1360x768 59.8 60.0
1280x800 60.0
1152x864 60.0
1280x768 60.0
1280x720 60.0
1024x768 60.0
800x600 60.3
640x480 59.9
TMDS connected 720x480+0+0 (normal left inverted right)
1360x768 59.8 60.0
1280x800 60.0
1152x864 60.0
1280x768 60.0
1280x720 60.0
1024x768 60.0
800x600 60.3
720x480 66.3*
640x480 59.9

Der Zweite Ausgang (TDMS) wird hier nicht genutzt, ist aber dennoch aktiviert Mittels:
xrandr --output TMDS --off
kann man diesen ausschalten.

==== Displayhelligkeit ====

Verringern der Displayhelligkeit führt bei Notebooks dazu das weniger Strom verbraucht wird. In der Regel kann man die Helligkeit über Tastenkombinationen einstellen. Sind keine Hotkeys dafür vorhanden, sollte man im Internet nach speziellen Tools für den Notebook-Typ suchen. Ein generisches Tool dafür ist <tt>xbacklight</tt>, das aber bei manchen Typen die Pixeldurchlässigkeit beeinflusst, nicht die Hintergrundbeleuchtung.

'''50% Helligkeit'''
xbacklight -set 50

== Soundkarten ==

Auch bei einigen Soundkarten kann Strom gespart werden. Hierzu wird meist die Soundkarte abgeschaltet, wenn sie nicht benötigt wird.

=== snd-hda-intel ===

Sofern man eine Soundkarte hat die den <tt>snd-hda-intel</tt> Treiber nutzt, kann man durch die Eingabe von:
cat /sys/module/snd_hda_intel/parameters/power_save
herrausfinden ob derzeit Energiesparen an ist oder nicht. Der Wert entspricht Sekunden. Ist der Wert 0, ist der Stromsparmodus ausgeschaltet. Mittels des folgenden Befehls kann man 5 Sekunden eintragen:
echo 5 > /sys/module/snd_hda_intel/parameters/power_save
Bei <tt>snd-hda-intel</tt> ist Powersaving per Default an und auf 10 Sekunden gesetzt.

=== AC97 ===

Mit dem folgenden Befehl kann man herrausfinden ob man eine AC97 Soundkarte hat:
ls /sys/module/snd_ac97_codec/

Um den Stromsparmodus zu aktivieren sind 2 Schritte notwendig:
* Powersaving aktivieren: <tt>echo 1 > /sys/module/snd_ac97_codec/parameters/power_save</tt>
* kurz Sounddaten ausgeben: <tt>echo 1 > /dev/dsp</tt>

== BIOS ==

Auch im BIOS kann man eventuell Einstellungen setzen, die für Stromsparen relevant sind:

* <tt>Processor C1E support</tt>
** Eine spezielle CPU-Erweiterung
* <tt>Enhanced Speedstep (EIST)</tt>
** Dies erlaubt Linux, den Takt und die Spannung der CPU zu verändern wenn nicht die volle Kapazität gebraucht wird
* <tt>Fan control</tt>
** Sollte auf Automatik konfiguriert werden, damit Lüfter langsamer (bzw. angeasst) laufen und somit bei niedriger Temperatur weniger Strom verbrauchen
* <tt>Enable HPET</tt> (oft als "Multimedia timer" bezeichnet)
** Dies erlaubt Linux den "tickless" Kernel besser zu nutzen, dadurch kann ein System länger "idlen" ohne aufzuwachen



[[Kategorie:Power Management|A]]
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Re: Stromsparen - Test

Beitragvon Rayne » 21.09.2014 08:25

Danke für den Import, aber dieser Foren-Bereich sollte so nicht genutzt werden. Das richtige Wiki, möglicherweiße dokuwiki, wurde noch nicht angelegt oder freigegeben.

Nachtrag: Wiki, aber noch nicht praktisch nutzbar.
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Re: Stromsparen - Test

Beitragvon wdp » 21.09.2014 08:28

passt scho, hat er gemacht damits nicht verloren geht. wir werden hier löschen sobald wir das wiki auf haben. Ich denke das wir dann diesen Bereich für Diskussionen zu dem jeweiligen Wiki-Artikel nutzen, oder ist das anders angedacht?
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Re: Stromsparen - Test

Beitragvon Rayne » 21.09.2014 08:29

wdp hat geschrieben:passt scho, hat er gemacht damits nicht verloren geht. wir werden hier löschen sobald wir das wiki auf haben. Ich denke das wir dann diesen Bereich für Diskussionen zu dem jeweiligen Wiki-Artikel nutzen, oder ist das anders angedacht?
Würde ich so befürworten.
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Re: Stromsparen - Test

Beitragvon TomcatMJ » 21.09.2014 09:52

Später,wenn dann im Wiki auch mal Inhalte sein werden für die sich eine Strukturierung lohnt, wäre dann auch ein Bereich für Diskussionen um eben diese Wikistrukturierung usw. recht sinnvoll,aber erstmal müssen dafür ja Inhalte da sein die man strukturieren könnte ;)
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Re: Stromsparen - Test

Beitragvon wdp » 21.09.2014 10:40

ich freue mich auf Verbesserungen meines Artikels sobald das Wiki steht :-)
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